Der im Rahmen unserer Ausstellung Vu Lilien a Linnen. Jugendstil, Handwierk a Konscht zu Lëtzebuerg gehaltene Vortrag von Régis Moes, stellvertretendem Direktor des MNAHA, wurde aufgezeichnet und steht nun online zur Verfügung.

Um 1900 entstand in Luxemburg trotz des Fehlens eines Museums und einer Kunstakademie ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung einer „nationalen“ künstlerischen Produktion. Dieses Thema wird auch in der Ausstellung „Vu Lilien a Linnen. Jugendstil, Handwierk a Konscht zu Lëtzebuerg“ aufgegriffen. In einem ständigen Dialog mit dem Ausland entwickelte sich die luxemburgische Kunstszene. Dabei spielten neue gesetzliche Rahmenbedingungen und neue Institutionen eine wichtige Rolle und ergänzten das Engagement privater Mäzene. Die Konferenz beleuchtet den besonderen Kontext dieser Epoche, in der der Staat dank des Aufschwungs der Stahlindustrie erstmals über die Mittel verfügte, eine nationale Politik zu verfolgen, auch im Bereich von Kunst und Bildung.