Themenrundgang| Hungry for Culture

Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Mittagspause im Museum statt in der Kantine? Wünscht ihr euch mehr Kulturgenuss, habt aber wenig Zeit? Dann sind unsere kompakten Mittagsführungen genau das Richtige.

In 20 Minuten wird hier im Monatsrhythmus ein ausgewähltes Kunstwerk oder Objekt aus der Sammlung schmackhaft präsentiert. Im Anschluss zur Führung bietet euch der Gëlle Klack zudem 10% Rabatt auf euer Mittagsessen.

Preis
  • Frei

Berthe Lutgens' Werk Ohne Titel von 1968 reiht sich in eine breitere Reihe von Arbeiten aus den späten 1960er Jahren ein. In dieser Serie beschäftigt sich die Künstlerin mit der Darstellung der Frau, insbesondere mit dem weiblichen Körper, wie er in der modernen Gesellschaft und der Kunstgeschichte dargestellt wird. Das Werk lässt Einflüsse der Pop Art erkennen, vor allem durch die Verwendung von Werbeästhetik, und regt den Betrachter dazu an, sich mit Themen wie dem männlichen Blick und der Objektivierung des weiblichen Körpers auseinanderzusetzen. Vor dem Hintergrund der Frauenrechtsbewegung war Lutgen eine der ersten Künstlerinnen in Luxemburg, die feministische Gedanken in ihre Kunst hat einfließen lassen. Als Gründerin des "Mouvement de la Libération des Femmes" (MLF) 1971 setzt sich Lutgen bis heute unermüdlich für die Gleichberechtigung der Frauen ein und reflektiert in ihrer Kunst stets kritisch das Rollenverständnis der Frau in unserer Gesellschaft.